Buchweizen – das Superkorn

Buchweizen – das Superkorn [Gastbeitrag]

Buchweizen ist einer meiner „Lieblinge“ unter meinen üblichen Lebensmitteln und deshalb widme ich ihm auch einen ganzen Artikel. Hier erfahrt ihr warum Buchweizen so toll ist und was ihr alles damit anstellen könnt!

Jen von Happy Healthy Raw hat einen wunderbaren Artikel über Buchweizen geschrieben. Ich habe mich Anfang des Jahres in Buchweizen verliebt und bin absolut begeistert von diesem sogenannten Pseudo-Getreide. Buchweizen sind in Wirklichkeit Samen und kein Getreide. Da sie glutenfrei sind, sind sie auch leicht verdaulich und basenbildend. Und die Einsatzgebiete sind unendlich. Danke Jen, dass ich deinen Artikel hier veröffentlichen und auch verlinken darf. Ich hoffe, ihr habt genau so viel Freude am Buchweizen und jetzt aber erst einmal an diesem Artikel.


Was ist Buchweizen?

Wenn man den Begriff Buchweizen hört könnte man sofort denken er hätte etwas mit dem typischen (und ja leider sehr bekannten) Weizen zu tun.  Das ist allerdings ein Irrtum.  Buchweizen hat nicht im geringsten etwas mit Weizen zu tun, auch wenn sein Name das Wort „Weizen“ enthält.

Buchweizen gehört zu den sogenannten Pseudogetreiden. Pseudo, weil sie wie Getreide aussehen, so genutzt werden und auch so schmecken, aber keins sind.  Buchweizen gehört viel mehr zu den Knöterichgewächsen. Er wird vorrangig in Asien und Nordamerika angebaut da er sehr kälteempfindlich ist.

Man kann Buchweizen sowohl in der warmen Küche (also gekocht, gebacken) anwenden als auch in der Rohkost!  Das ist super praktisch und wenn man ihn zu Hause hat, hat man für alle Fälle etwas gesundes da, aus dem man etwas zaubern kann.

Was ist das tolle an Buchweizen?

Glutenfrei

Buchweizen ist wie alle anderen sogenannten Pseudogetreide auch, glutenfrei.  Das erleichtert nicht nur den Zöliakie-Patienten das Leben sondern auch vielen anderen Menschen die auf typische Getreidearten wie Weizen, Roggen etc… verzichten möchten.  Gluten spielt, meiner Meinung nach eine viel größere Rolle bei Krankheiten und undefinierbaren Beschwerden (bei denen keine Ursache zu finden ist) als angenommen.

Nährstoffreich

Buchweizen ist sehr nährstoffreich.  Er enthält allerlei Mineralien wie z.B. Magnesium und Kalium, aber auch Spurenelemente wie Eisen und Selen.  Zudem besitzt der das für die Leber äußerst wichtige Lezithin , das die Leberzellen nährt und so die natürliche Entgiftungsfunktion der Leber stärkt.

Auch ist in Buchweizen Rutin enthalten, welches eine wichtige antioxidative Funktion hat, insbesondere in den Gefäßen, denn es wirkt gegen Gerinselbildung (und wirkt so unterstützend schützend gegen eine Thrombose), zudem stärkt Rutin die Blutgefäße und wirkt anti-entzündlich und sorgt so dafür das sich keine (weiteren) Ablagerungen in ihnen bilden können. Er ist wichtig für die Herz- und Kreislauffunktion und wirkt Bluthochdruck entgegen.

Im gekeimten Buchweizen (ich empfehle immer das Keimen des Buchweizens, mehr dazu weiter unten) finden sich noch viel mehr Nährstoffe. Die Werte der Mineralien und Spurenelemente, sowie auch der Vitamine schießen in die Höhe. Es findet quasi eine Explosion der Nährstoffe, zu Gunsten unserer Gesundheit statt.

Buchweizen ist auch voll mit gutem pflanzlichen Eiweiß. Er enthält alle essentiellen Aminosäuren, die vom Körper (durch den Keimprozess noch besser)  sehr einfach aufgenommen und leicht verwertet werden können.

Gekeimter Buchweizen

Auch enthält gekeimter Buchweizen eine große Menge des Co-Enzyms Q10.  Das Q10 kennen viele nur aus der Werbung als „Anti-Falten-Mittel“ in irgendwelchen Cremes….und tatsächlich wirkt Q10 als Anti-Aging-Mittel gegen Falten, allerdings braucht man dazu keine Cremes, sondern kann auch durch die Ernährung viel Co-Enzym Q10 aufnehmen und sich dies zu Nutzen machen.

Weitere Vorteile von Q10 sind:  Es wirkt entzündungshemmend,  stärkt das Immunsystem, ist gut für das Herz-Kreislauf-System (hier ähnlich wie das Rutin, da es auch antioxidativ wirkt, und auch den Blutdruck senken kann), unterstützt die Fettverbrennung und noch viel mehr.

Zudem ist gekeimter Buchweizen basisch, da sich durch den Keimprozess seine Stärke abbaut und er so auch viel verträglicher ist und einer Übersäuerung (die mit eigentlich allen Erkrankungen Hand in Hand ein hergeht, bzw. die Ursache dieser ist)  entgegen wirkt.

Wie wende ich Buchweizen an?

Du kannst Buchweizen kochen (z.B. morgens als eine Art Porrigde, wie viele das sonst mit Haferflocken machen, nur halt glutenfrei).  Du kannst auch mit Buchweizenmehl tolles glutenfreies Brot backen. Auf den Packungen steht meist genau drauf wie und wie lange man den Buchweizen kochen lassen muss. Ich empfehle trotzdem die rohe, gekeimte Form, einfach weil man sonst unter keinen Umständen so viel Nährstoffe und positive Effekte von ihm bekommt, wie hier.

Manche weichen Buchweizen nur über Nacht ein und essen ihn dann morgens zum Frühstück, mit Obst und/oder Mandelmilch.  Dann ist er zwar noch roh, aber eben nicht gekeimt, das heißt nicht so nährstoffreich und nicht so basisch.

Buchweizen keimen

Um Buchweizen zu keimen weichst du die gewünschte Menge (ich empfehle für ein Keimglas max. 100g) mit viel Wasser für 20-60 Minuten ein. Nicht länger, da er seine Keimfähigkeit verliert je länger er eingeweicht ist. Danach spülst du ihn gut ab. Gibst ihn in ein Keimglas (oder auch einfach in ein Sieb) und lässt ihn darin 1-2 Tage keimen (das reicht schon, bei mir reichen schon max. 24 Stunden aus und er ist wie verrückt gekeimt!). In dieser Zeit solltest du ihn 2-3 Mal täglich gut spülen und bitte nicht wundern, gerade am Anfang bildet sich auf den Körnchen ein schleimiges Sekret und da sieht auch das „Spülwasser“ dann schleimig und milchig aus, das kommt von der Stärke, aber das vergeht.

Wenn sie fertig gekeimt sind, dann einfach nochmal gut abspülen und abtropfen lassen und dann entweder direkt verwenden z.B. morgens im Müsli oder wie in den Buchweizen-Knödeln, Rezeptlink findest du weiter unten.

Auch kann man aus gekeimten Buchweizen, z.B. in Kombination mit Sonnenblumen oder anderen Kernen ein leckeres Crunchy machen süß oder würzig.  Hier kommst du zu zwei Rezepten von mir:

Links auf die Webseite von Jen sind kursiv geschrieben: Süß-würziger Knabberspaß und Kurkuma-Ingwer-Crunchy

Es gibt übrigens rohen gekeimten Buchweizen auch schon zu kaufen. Ich kaufe ihn recht günstig und bin top zufrieden damit, bei der Firma Vitakeim. Diesen kannst du dann, da er schon gekeimt und dann wieder getrocknet wurde, ganz einfach so anwenden, über dein Müsli streuen, pur essen, über deinen Salat geben oder auch ganz einfach im Mixer zu feinem Mehl mahlen und dann daraus z.B. dieses Brot machen. Oder z.B. auch zu Gemüsesticks als Dip oder Sauce zum „Überbacken“  nehmen, hier mein Rezept dazu:  Kurkuma-Buchweizen-Dip. Und wenn du es gerne deftig magst, wie die gute alte „Hausmannskost“  aber in roh 😉  dann schau dir doch das Menü mit den Buchweizen-Knödeln an.

So, ich hoffe ich konnte dir vermitteln wie toll Buchweizen ist. Und das er für eine gesunde Ernährung optimal ist, und das zur rein pflanzlichen rohköstlichen Ernährung eben nicht nur Möhrchen und Äpfel gehören, sondern das es auch solche Lebensmittel gibt mit denen man allerhand zaubern kann, sich gut gesättigt fühlt und nichts missen muss.

Eins gibt es noch zu wissen:

Manche Leute reagieren (leicht) allergisch (meist auf die ungekeimte Version) auf Buchweizen und reagieren mit Haut- oder Darmproblemen. Falls du noch kein Buchweizen probiert hast, dann fang mit einer kleinen Menge an und teste es erstmal aus!

Danke Dir, liebe Jen, für die ausführlichen Informationen! 

Jen Fuchs:

Hier findest du den Artikel auf dem Blog von Jen

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Foto: Jiri Hera – Adobe Stock

 

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